MUSIKDORF ERNEN FESTIVAL 2017

MUSIKDORF ERNEN FESTIVAL 2017

GÉZA ANDA FESTIVAL 2016

HORTENSE ANDA

HORTENSE ANDA-BÜRLE

Teilnehmer

Pietro De Maria#

Pietro De Maria

  • Pietro De Maria
  • Italien
  • Alter: 49
  • männlich
  • Profilaufrufe: 3737
  • Concours (Platzierung): 1994 (1.)
Über mich:

„Dank des Wettbewerbs und dessen Gründerin, Frau Hortense Anda, lernte ich Géza Andas interpretatorisches Genie kennen. Seine Spielweise zu entdecken, eröffnete mir neue musikalische Horizonte.“

 

Für Pietro De Maria ist Chopin, unter seiner zerbrechlichen und graziösen Oberfläche, auf der ganzen Linie ein Mann von Feuer und Eis“, schreibt ein Kritiker über dessen bei Decca erschienenen Gesamteinspielung von Chopins Klavierwerken. Als Aristokrat des Klaviers, als Klangpoet und lyrischer Virtuose wird der italienische Pianist bezeichnet, dessen Karriere mit Preisen am Moskauer Tschaikowsky- Wettbewerb und beim Zürcher Concours Géza Anda ihren Anfang nahm.

 

Gerade wo Pietro De Maria die Zwischentöne zum subtilsten Ausdrucksmittel formt, kommen seine schier unbegrenzten pianistischen Möglichkeiten auf beglückende Weise zum Zuge. Er spielt so, wie er an Musik denkt, ohne den Uebergang zwischen Idee und Realität überhaupt spürbar werden zu lassen.

 

Pietro De Marias rege Konzerttätigkeit führt ihn in die bedeutendsten Säle und Festivals Europas und Uebersee; als Solist ist er unter Dirigenten wie Gary Bertini, Myung-Whun Chung, Vladimir Fedoseyev, Daniele Gatti, Roberto Abbado, Gianandrea Noseda, Alan Gilbert, Eliahu Inbal, Marek Janowski, Ton Koopman, Ingo Metzmacher und Sándor Végh aufgetreten.

 

Der Pianist wurde 1967 in Venedig geboren, wo er auch seine pianistische Ausbildung genoss. Sein Talent zeigte sich früh; bereits mit dreizehn Jahren gewann er den ersten Preis am internationalen Klavierwettbewerb „Alfred Cortot“ in Mailand. Später setzte er seine Studien bei Maria Tipo am Genfer Konservatorium fort, wo er 1988 mit einem „Premier Prix de Virtuosité“ abschloss.

 

De Marias CD-Grossprojekt in Form einer Einspielung von Chopins Gesamtklavierwerk bei Decca/Universal wurde in Fachzeitschriften wie Diapason, International Piano, La Musica und Le Pianiste von der Kritik mit grossem Beifall bedacht. Es folgten Verpflichtungen in Italien und Frankreich, das Gesamtklavierwerk im Konzertsaal aufzuführen. Anlässlich des 200. Geburtstages des polnischen Komponisten gab er im Jahr 2010 Chopin-Abende in Berlin, Paris, Warschau, Zürich, Rom, Festival de Nohant, Beijing und Singapore.

 

Die Aufführung von zeitgenössischer Musik ist eine wichtige Komponente von Pietro De Marias Konzerttätigkeit; so brachte er Ivan Fedele’s Concerto für zwei Klaviere und Orchester in Italien zur Uraufführung.

 

Unter seinen Aufnahmen befinden sich ausserdem drei Sonaten von Clementi (Naxos), ein Live-Rezital am „Miami International Piano Festival“ für VAI Audio, sowie Beethovens Gesamtwerk für Violoncello und Klavier mit Enrico Dindo für Decca. Die Einspielung von J.S. Bachs Wohltemperiertem Klavier bei Decca ist sein jüngstes CD-Projekt.

 

Pietro De Maria unterrichtet an der renommierten Scuola di Fiesole, in Pinerolo und gibt Meisterkurse an der International Piano Academy in Samedan und im Musikdorf Ernen.

 

> www.pietrodemaria.com

 

Den italienischen Pianisten Pietro De Maria hat man international seit seinem Gewinn des Zürcher Géza Anda-Wettbewerbs nicht wirklich viel wahrgenommen. Vor allem in Deutschland tritt dieser 1967 in Venedig geborene Pianist nur selten in Erscheinung. In Italien dagegen ist er ein angesehener Künstler, der zudem an unterschiedlichen Akademien unterrichtet.

 

Seit 2007 entsteht bei der Decca Italien eine Kompletteinspielung aller Chopin-Klavierwerke. Eine gross angelegte Serie also, die beständig voranschreitet. Mittlerweile liegen die Walzer, die drei Sonaten, die Etüden, Préludes sowie die Impromptus und Balladen auf insgesamt fünf CDs vor. Aufgenommen sind auch bereits alle noch fehlenden Werke, mit deren Veröffentlichung man also bald rechnen kann. Und wenn man De Marias Chopin-Spiel hört, dann ist man begeistert. Kein Wunder, hat der Pianist sich doch auch schon in Konzertzyklen öffentlich der Aufgabe gestellt, diese Werke zu spielen, in Turin, in Florenz, in Palermo und im vergangenen Oktober und November auch im französischen Festival "Piano en Valois". Dabei folgt er derselben Struktur, die seinerzeit auch Nikita Magaloff schon mit sechs Konzerten aufstellte. Mit viel Sinn für die jeweiligen Klanglichkeiten vermag er einen wunderbar kraftvollen (Etüden) oder aber erzählerischen Chopin-Stil zeigen (Balladen). Immer scheint sich Pietro De Maria mit den Tempi genauestens beschäftigt zu haben, überzieht diese nie, sondern kann mit seiner Tiefendeutung die Seele der Musik zur Geltung bringen, die so unsteten Untiefen des Chopin'schen Denkens zutage befördern, ohne dabei das wunderbare Moment des Tempo Rubato ausser Acht zu lassen. Und dieses beherrscht er wirklich famos, auch wenn er dabei vielleicht nicht ganz an die beiden Chopin-Heroen Paderewski und Arthur Rubinstein heranreicht. Vor allem aber besticht seine dynamische Gestaltung, weiss er doch um die Sinnlichkeit, die Chopin selbst mehr bevorzugte als den harten direkten Klang, wie dies bei seinen ursprüglichen Pleyel-Instrumenten der Fall war. Zudem war Chopin selbst ja eher ein Freund des intimen Spiels, und so ist De Marias Pianissimo ein klanglich immer noch volles Spiel, das aber wie von ferne sich in den dramatischen Stellen zu einem hiesigen Klanggebilde aufbaut.

 

Warum Decca diese CDs nicht international vertreibt, ist eine Frage, die hier nicht beantwortet werden kann. Aber Chopin-Freunde sollten sich dennoch davon nicht abhalten lassen und die CDs über www.ibs.it, www.sicolandmail.it oder www.discantica.it bestellen, denn hier entsteht eine Chopin-Gesamteinspielung, wie man sie lange nicht mehr gehört hat - und vor allem eine, die von einem jungen Pianisten vorgenommen wurde. Dies ist heutzutage mehr als selten.

 

Piano News - Januar/Februar 2010 - Carsten Dürer

 

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